Aus der Praxis: Hundemassage – wohltuende Berührung mit therapeutischem Nutzen

Hundemassage in Barsinghausen

Viele Hunde genießen es, gestreichelt zu werden. Eine professionelle Hundemassage geht jedoch deutlich darüber hinaus. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Hundephysiotherapie und kann gezielt eingesetzt werden, um verspannte Muskulatur zu lockern, Schmerzen zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden des Hundes zu verbessern.

Gerade bei älteren Hunden, bei Erkrankungen des Bewegungsapparates oder nach längeren Schonphasen kann die Massage eine wertvolle Unterstützung sein. Dabei wird die Behandlung immer individuell an den Hund, seine Beschwerden und seinen aktuellen Gesundheitszustand angepasst.

Was bewirkt eine Massage beim Hund?

Muskeln reagieren auf Fehl- und Überbelastungen häufig mit einer erhöhten Spannung. Das kann beispielsweise passieren, wenn ein Hund aufgrund von Schmerzen ein Bein weniger belastet. Andere Muskelgruppen müssen dann mehr Arbeit übernehmen – und können dadurch wiederum verspannen. Genau hier kann die Massage ansetzen. Entspannende, sogenannte detonisierende Massagetechniken werden in der Hundephysiotherapie unter anderem eingesetzt, um Muskelverspannungen zu lösen und einen erhöhten Muskeltonus zu senken. Gleichzeitig können sie Bestandteil einer schmerzlindernden Behandlung sein.

Das Ziel ist also nicht einfach nur „Entspannung“. Eine Massage kann dazu beitragen, einen Kreislauf aus Schmerz – Schonhaltung – Überlastung – Muskelverspannung zu durchbrechen.

Hundemassage bei Schmerzen

Bei vielen physiotherapeutischen Behandlungen steht zunächst die Schmerzlinderung im Vordergrund. Denn ein Hund, der Schmerzen hat, bewegt sich häufig anders: Er läuft steifer, verlagert sein Gewicht oder vermeidet bestimmte Bewegungen.

Dadurch können weitere Körperbereiche überlastet werden.

Eine entspannende Massage kann Teil der schmerzlindernden Therapie sein. Im zugrunde liegenden Therapiekonzept wird deshalb ausdrücklich empfohlen, zunächst schmerzlindernd zu behandeln und erst anschließend den gezielten Muskelaufbau in den Vordergrund zu stellen.

Das ist beispielsweise bei chronischen Erkrankungen wie Arthrose besonders wichtig.

Verspannungen lösen und Muskulatur entspannen

Ein wesentliches Einsatzgebiet der Hundemassage ist die Behandlung verspannter Muskulatur.

Durch angepasste Massagegriffe soll die Muskelspannung reduziert werden. Je nach Befund können weitere physiotherapeutische Maßnahmen wie Wärme, Dehnungen, passive Bewegung oder andere Therapieformen ergänzend eingesetzt werden.

Besonders interessant ist dabei, dass die Verspannung nicht unbedingt dort entstehen muss, wo die eigentliche Erkrankung liegt.

Hat ein Hund beispielsweise Probleme mit einem Hinterbein, verändert er häufig unbewusst seine Belastung. Andere Beine, der Rücken oder die Schulterregion übernehmen mehr Arbeit. Deshalb werden in der Hundephysiotherapie nicht nur die offensichtlich betroffenen Bereiche betrachtet, sondern auch Strukturen, die durch eine Schonhaltung zusätzlich belastet werden.

Bei welchen Hunden kann eine Massage sinnvoll sein?

Hundemassage kann bei ganz unterschiedlichen Beschwerden Bestandteil der physiotherapeutischen Behandlung sein. Dazu gehören beispielsweise:

  • Arthrose und andere chronische Gelenkerkrankungen
  • Hüftgelenksdysplasie (HD)
  • Patellaluxation
  • Erkrankungen der Wirbelsäule wie Spondylose
  • Bandscheibenerkrankungen
  • muskuläre Verspannungen durch Fehl- oder Schonhaltungen
  • Überlastungen anderer Körperbereiche aufgrund eines veränderten Gangbildes
  • ältere Hunde mit nachlassender Beweglichkeit

Bei Arthrose gehören beispielsweise Schmerzlinderung, das Lösen von Muskelverspannungen sowie der Erhalt der Beweglichkeit zu wichtigen physiotherapeutischen Zielen.

Auch bei einer Spondylose können überlastete Strukturen entspannend massiert werden.

Massage kann auch anregen

Massage bedeutet übrigens nicht automatisch Entspannung.In der Hundephysiotherapie gibt es unterschiedliche Massagetechniken. Während detonisierende Massagen eine erhöhte Muskelspannung reduzieren sollen, können tonisierende Techniken gezielt Reize setzen.

Solche stimulierenden Techniken können beispielsweise bei neurologischen Problemen eine Rolle spielen. Auch Bürstenmassagen, Kompressionen oder bestimmte Klopftechniken können eingesetzt werden, um Reize an das Nervensystem weiterzugeben. Welche Technik geeignet ist, hängt deshalb immer davon ab, was bei dem jeweiligen Hund erreicht werden soll.

Warum Massage gerade bei älteren Hunden interessant ist

Mit zunehmendem Alter verändern sich Beweglichkeit, Muskulatur und Belastbarkeit. Manche Hunde bewegen sich weniger, andere entwickeln Arthrose oder beginnen, einzelne Körperbereiche stärker zu entlasten.

Physiotherapie muss dabei nicht immer das Ziel haben, einen ursprünglichen Zustand vollständig wiederherzustellen. Gerade bei sehr alten oder mehrfach erkrankten Hunden kann es darum gehen, den vorhandenen Zustand möglichst lange zu erhalten, Beschwerden zu reduzieren und einem weiteren Abbau entgegenzuwirken.

Und genau hier bekommt auch die Massage einen besonderen Stellenwert: Lebensqualität ist ebenfalls ein Therapieziel. Schmerzlinderung und Entspannung können bereits wesentlich dazu beitragen.

Ist Hundemassage einfach Wellness?

Natürlich darf sich eine Massage gut anfühlen – und viele Hunde entspannen dabei sichtbar. Trotzdem ist eine physiotherapeutische Massage keine beliebige „Streicheleinheit“. Entscheidend sind der Befund und das Behandlungsziel. Soll Muskulatur entspannt werden? Gibt es überlastete Bereiche durch eine Schonhaltung? Stehen Schmerzen im Vordergrund? Soll ein neurologischer Reiz gesetzt werden? Oder soll ein älterer Hund einfach dabei unterstützt werden, möglichst beweglich und komfortabel zu bleiben? Danach richtet sich die Auswahl der Techniken.

Und genauso wichtig: Nicht jeder Hund und nicht jede Erkrankung darf zu jedem Zeitpunkt massiert werden. Akute Entzündungen, bestimmte Erkrankungen oder die Situation nach einer Operation können eine Anpassung oder Einschränkung der Behandlung erforderlich machen. Im Lehrskript wird deshalb ausdrücklich darauf hingewiesen, Therapieziele und Behandlungsmethoden individuell festzulegen und mögliche Kontraindikationen zu berücksichtigen.

Hundemassage bei Deisterpfoten

In meiner Hundephysiotherapiepraxis bei Deisterpfoten in Barsinghausen ist die Massage deshalb kein isoliertes Wellnessangebot, sondern kann – je nach Befund – ein Baustein eines individuell abgestimmten Behandlungskonzeptes sein. In den kühleren Monaten setze ich auch gerne die Hot-Stone Massage mit warmen Basaltsteinen ein. Das wird von den Hunden als sehr angenehm empfunden. In einer ruhigen, entspannten Atmosphäre kommen die Tiere zur Ruhe. Oftmals bewegen sie sich direkt nach einer Massage schon besser.

Dabei schaue ich mir auch immer an: Wie bewegt sich dein Hund? Gibt es Schonhaltungen? Welche Muskelgruppen sind besonders angespannt? Wo entstehen möglicherweise Überlastungen? Je nach Befund kombiniere ich die Massage mit weiteren physiotherapeutischen Maßnahmen.

Mein Ziel: Schmerzen reduzieren, Verspannungen lösen, Beweglichkeit unterstützen und deinem Hund möglichst viel Lebensqualität erhalten.

Kurz zusammengefasst

Hundemassage kann mehr als entspannen. Richtig und gezielt eingesetzt, kann sie ein wichtiger Bestandteil der Hundephysiotherapie sein – insbesondere bei Muskelverspannungen, chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates, Schonhaltungen und daraus entstehenden Überlastungen.

Und manchmal ist der schönste Nebeneffekt, dass der Hund während der Behandlung einfach sichtbar loslassen und entspannen kann. 🐾

Du suchst eine Hundemassage in Barsinghausen?
In meiner Hundephysiotherapie Deisterpfoten in Barsinghausen behandle ich Hunde aus Barsinghausen und der Umgebung – unter anderem aus Gehrden, Wennigsen, Ronnenberg und dem westlichen Hannover. Nach einem individuellen Befund wähle ich die passenden physiotherapeutischen Maßnahmen für deinen Hund aus.